Die reizvoll zwischen den oberitalienischen Seen gelegene Region von Varese verblüfft ihre Besucher immer wieder aufs Neue durch die Vielfalt ihrer Landschaften und die Spuren der Geschichte, die sich darin deutlich abzeichnen. Bereits im fünften Jahrhundert vor Christus entstanden die ersten Pfahlbausiedlungen in der Region. Das Zentrum der Stadt ist hingegen römischen Ursprungs und wurde als Garnison gegründet. Während des Mittelalters erlebte Varese aus nächster Nähe die erbitterten Streitigkeiten zwischen Mailand und Como sowie später zwischen Mailand und Friedrich II., wodurch die Geschichte von Varese eng mit der Geschichte der lombardischen Hauptstadt verknüpft wurde.
Varese war bis 1765 eine freie Kommune und wurde dann zu einer Stadtregierung („Signoria“) mit Francesco d'Este an der Spitze. Danach wurde Varese ab 1780 wieder zu einer Kommune und blieb weiterhin auf die eigene Unabhängigkeit bedacht. Daher begrüßte die Stadt die Französische Revolution und den Aufstieg von Napoleon, gefolgt von der Gründung der Zisalpinischen Republik. Zeichen des Strebens nach Unabhängigkeit ist auch die Teilnahme der Stadt an den Kämpfen des Risorgimento. Erst nach der Einigung Italiens übernahm Varese eine zentrale Rolle und bildet insbesondere nach der Entstehung einer beträchtlichen Industrie auch heute noch das wirtschaftliche Rückgrat der Provinz. Die Region bietet Szenarien mit unvergleichlicher Schönheit zwischen Bergen und Seen, die von zauberhaften Städten gesäumt werden. Dort sind Natur und Kultur in harmonischem Einklang, so dass Varese zu Recht den Namen „Gartenstadt“ trägt. Ein Spaziergang entlang der Jugendstilvillen der Stadt und der Provinz bringt viele angenehme Überraschungen mit sich. Besonders sehenswert sind die Villen und Hotels, die zur Goldenen Zeit der Sommerfrische an den Seen entstanden.
In der Stadt gibt es zahllose Zeugen der tausendjährigen Geschichte der Stadt, insbesondere bei der Architektur: Hier ist unter anderem die Basilika von San Vittore und die daran angeschlossene Taufkirche von San Giovanni (12.-13. Jahrhundert) sowie der Glockenturm aus dem 17. Jahrhundert zu nennen. Was die weltliche Architektur anlangt, finden die Schlösser (insbesondere das Schloss Masnago) und die großartigen Villen mit ihren wunderbaren botanischen Gärten großen Anklang bei den Besuchern. Hier ist neben dem Palazzo Estense, in dem heute das Rathaus untergebracht ist, auch die Villa Mirabello nennen, der Sitz des Stadtmuseums, oder die Ville Ponti…